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Pittys Physikaufgaben: physikaufgaben.de

Aufgabe 706


Am 21. Dezember ist Winteranfang, die Sonne erreichte auf ihrer scheinbaren Bahn den südlichsten Punkt, also die größte Deklination südlich des Himmelsäquators.
Welches ist die hauptsächliche Ursache dafür, dass es im Winter kalt und im Sommer warm ist?
a) Im Winter ist die Sonnenscheindauer pro Tag deutlich kürzer als im Sommer.
b) Durch die Neigung der Erdachse fallen die Sonnenstrahlen im Winter unter einem flachen Winkel ein. Im Sommer ist der Einfallswinkel größer.
c) Die Erde bewegt sich auf einer elliptischen Bahn um die Sonne (1. Keplersches Gesetz). Im Winter ist der Abstand Sonne - Erde am größten.
d) Durch die Drehung der Erde und den daraus resultierenden Corioliskräften wehen die Winde im Winter aus den kalten nördlichen Gebieten und im Sommer aus den warmen südlichen Gebieten.

Lösung 706


Lösung: b) ist richtig Falls a zutreffen wäre, müsste es also an Orten, an denen die Sonne sehr lange scheint, sehr warm sein. Am Nordpol scheint die Sonne zwischen März und September ununterbrochen (Polartag), das Eis taut aber nicht weg. Der Grund für die veränderliche Sonnenscheindauer pro Tag (=Option a) ist durch Option b) (=Neigung der Erdachse) begründet. Und diese Schrägstellung der Erdachse gegenüber der Erdbahnachse (=23,5°) hat zur Folge, daß im Sommer die Nordhalbkugel, im Winter dagegen die Südhalbkugel der Sonne mehr zugewand sind. Also Sommer auf der Nordhalbkugel (BRD), dann Winter auf der Südhalbkugel (Südafrika, Feuerland) und umgekehrt. Bei der elliptischen Bewegung der Erde um die Sonne gibt es einen Minimalabstand (=Perihel) und einen Maximalabstand (=Aphel). Und das Groteske dabei ist, daß sich im Sommer die Erde im Aphel befindet, d.h. Option c) kommt aus sachlichen Gründen überhaupt nicht in Frage!!