Physiker
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Alessandro Volta
Volta wurde am 18. Februar 1745 in der italienischen
Stadt Como in einer Adelsfamilie geboren. Noch auf der Schulbank fand er
Interesse an den Naturwissenschaften; als Neunundzwanzigjähriger
wurde er Physiklehrer in seiner Heimatstadt. Fünf Jahre später
wurde er als Professor an die Universität in Pavia berufen.
Als Student gab er seine erste wissenschaftliche Arbeit "Über
die Anziehungskraft des elektrischen Feuers und die damit zusammenhängenden
Erscheinungen" heraus. In den ersten Jahren seines Wirkens in Como
und Pavia entwickelte er eine ganze Reihe von Geräten, von denen
wenigstens das Elektroskop mit den Strohhalmen genannt sei, das er durch
Anbringung eines Kondensators verbesserte.
Als im Jahre 1791 Luigi Galvani seine Arbeiten und Versuchsergebnisse mit
präparierten Froschnerven und -muskeln veröffentlichte, nahm
Volta zuerst seine Hypothese von der "Tierischen Elektrizität"
auf. Als er aber die Galvanischen Versuche selbst wiederholte, vertrat er
die Auffassung, daß der Grund für das entstehen des
elektrischen Stromes in den Muskeln und Nerven eines präparierten
Frosches in zwei miteinander verbundenen unterschiedlichen Metallen zu
suchen ist, die gleichzeitig elektrisch über eine leitfähige Flüssigkeit
des tierischen Gewebes verbunden sind.
Der mehrjährige wissenschaftliche Streit zwischen Galvani und Volta
endete mit Voltas Sieg und mündete gleichzeitig in die Erfindung der
galvanischen Batterie, der sogenannten Voltaschen Säule, die Weltruf
erlangte.
Der Entdeckung ging die Entwicklung der sogenannten Kontakttheorie und
Versuche voraus, deren Grundlage der Kontakt zweier unterschiedlicher
Metalle war, die Volta so in einer Reihe anordnete, daß zwei Metalle
stets eine um so größere Potentialdifferenz aufwiesen, je
weiter sie in der Reihe voneinander entfernt lagen. Diese Erkenntnisse wie
auch die Ergebnisse einer analogen Untersuchung der Flüssigkeiten
wurden Grundlage der Batterie, die sich ursprünglich aus mehreren
Paaren Kupfer- und Zinkringen, die in Salzwasser getaucht waren,
zusammensetzte.
Später fertigte er noch eine andere Abwandlung der "Säule"
an, bei der sich der Flüssigkeitsleiteter in zwei Gefäßen
befindet und in jedes Gefäß eine Kupfer- und eine Zinkplatte
getaucht sind. Die Platten berühren sich in der Flüssigkeit
nicht, sind aber außerhalb leitend verbunden. Das einzelne Gefäß
stellt eigentlich ein Element der ursprünglichen Säule dar und
wird heute als das Voltasche Element bezeichnet.
Im Jahre 1791 ernannte ihn die Londoner Royal Society zum Mitglied und
verlieh ihm die Goldmedaille. Jahre 1801 war es ihm vergönnt, vor der
Französischen Akademie in Anwesenheit des ersten Konsuls, Napoleon
Bonaparte, Vorlesungen über seine Entdeckungen zu halten. 1810
erhielt er das Adelsprädikat eines Grafen und wurde Senator von
Italien.
Er starb am 5. März 1827 in Como.